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Wandgemälde „Der Wächter des Val d'Arly“ von EvazéSir

Historische Anlage und Denkmal, Historisches Erbe, Freske/Malerei, Streetart Um Crest-Voland
  • Wandgemälde des französischen Künstlerduos EvazéSir während der 2. Ausgabe des Val d'Arly Street-Art-Festivals!

  • Er ist hier. Still, regungslos. Ein alter Mann mit ungezähmtem Bart, sein Gesicht von der Zeit und den Jahreszeiten gezeichnet. Sein Blick durchquert den Raum, erfüllt von uralter Weisheit. Auf dem Griff seiner Gabel beobachtet ihn ein Eichhörnchen, flink und lebhaft, ein Bote einer Welt, in der Mensch und Natur noch immer verschmelzen.

    Dahinter das Patchwork der Zeit: alte Muster, vergessene Stoffe, an die Wände genähte Geschichtenfetzen. Eine Szenerie zwischen Traum und...
    Er ist hier. Still, regungslos. Ein alter Mann mit ungezähmtem Bart, sein Gesicht von der Zeit und den Jahreszeiten gezeichnet. Sein Blick durchquert den Raum, erfüllt von uralter Weisheit. Auf dem Griff seiner Gabel beobachtet ihn ein Eichhörnchen, flink und lebhaft, ein Bote einer Welt, in der Mensch und Natur noch immer verschmelzen.

    Dahinter das Patchwork der Zeit: alte Muster, vergessene Stoffe, an die Wände genähte Geschichtenfetzen. Eine Szenerie zwischen Traum und Erinnerung.

    Davor eine leuchtende, fast traumhafte Alpenszene: die schneebedeckten Hänge, das leuchtende Blau der Enzianen, der dezente Schatten eines Vogels. Jedes Detail erzählt eine Geschichte, jedes Fragment hallt nach wie ein Abdruck der Zeit.

    Das Kollektiv EvazéSir malt nicht, es webt. Er montiert, überlagert, lässt das Bild wie eine Reminiszenz entstehen. Hier berühren sich Vergangenheit und Gegenwart, verflechten sich. Der alte Mann scheint im Stein verankert, eine zeitlose Silhouette dieser Berge, Zeuge einer Welt, die zwischen Tradition und Wandel schwankt.

    Auf seiner Wange zeichnet sich ein Muster ab, dezent, aber unauslöschlich, das die Grenze zwischen Körper und Dekor verwischt. Wie eine Ahnen-Tätowierung prägt es ihm die Erinnerung an Traditionen ein, verbindet ihn mit vergangenen Generationen und macht ihn zu einem Überbringer der Geschichte.

    Sein Porträt in Schwarzweiß bildet einen Kontrast zum Hintergrund, der vor Farben und Mustern strotzt. Ein Kontrast, der dem Duo am Herzen liegt: roher Realismus versus lebendige Abstraktion.

    Hier ragen Blaue Enzianen und Birkhühner wie eine Hommage an die Berge aus der Wand. Darüber hinaus erinnern uns orientalische Motive daran, dass Reisen auch im Rock ihre Spuren hinterlassen. Alles ist ein Zeichen, alles ist ein Übergang. Wände erinnern sich und die Kunst gibt ihnen wieder eine Stimme.

    Am Fuße dieses Freskos, im Herzen von Crest-Voland, bleibt eine Frage offen: Welchen Platz räumen wir jenseits der Erinnerung denjenigen ein, die diese Landschaften geprägt haben?

    Textnachweis: ©Be on the Crest.
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