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Saro und sein Mosaik „Scherben einer sich verändernden Welt“

Historische Anlage und Denkmal, Historisches Erbe, Freske/Malerei, Streetart Um Notre-Dame-de-Bellecombe
  • Nach dem Plakat für die erste Ausgabe und dem großen Mosaikfresko in Crest-Voland erwies uns SARO die Ehre, zurückzukehren und ein neues Fresko in den Räumlichkeiten des Fremdenverkehrsamtes zu schaffen. Kommen Sie und bewundern Sie es!

  • Sie tauchen hell und schwer fassbar aus der Wand auf. Frauen mit in Gold und Braun getauchten Gesichtern, manche mit geflochtenem Haar, andere unter ihren Hüten verborgen, maskiert durch dicke Spiegelbrillen. Ihre Blicke sind unsichtbar, prüfen uns jedoch dennoch. Um sie herum ein Wirbelwind aus Bildern: Fragmente von Plakaten, Pop-Ikonen, urbane Überreste, die aus der Erinnerung der Straßen gerissen wurden. Eine Fülle. Kontrolliertes Chaos.

    Saro komponiert wie ein Alchemist. Er sammelt,...
    Sie tauchen hell und schwer fassbar aus der Wand auf. Frauen mit in Gold und Braun getauchten Gesichtern, manche mit geflochtenem Haar, andere unter ihren Hüten verborgen, maskiert durch dicke Spiegelbrillen. Ihre Blicke sind unsichtbar, prüfen uns jedoch dennoch. Um sie herum ein Wirbelwind aus Bildern: Fragmente von Plakaten, Pop-Ikonen, urbane Überreste, die aus der Erinnerung der Straßen gerissen wurden. Eine Fülle. Kontrolliertes Chaos.

    Saro komponiert wie ein Alchemist. Er sammelt, er montiert. Jedes Stück Papier, jedes Foto, das wir im Laufe der Jahre in verschiedenen Städten gesammelt haben, wird zu einem Teil dieses großen Puzzles. Es gibt Erinnerungen, Symbole, Kindheitserinnerungen. Verblasste Aufkleber, vergessene Gesichter, Alltagsgegenstände, die zu einem visuellen Manifest umfunktioniert wurden. Ein Palimpsest der Moderne.

    Und in der Mitte diese Frauen, winterlich gekleidet, die Hüte tief ins Gesicht gezogen und die Skimasken wie einen Sichtschutz zwischen ihnen und der Welt hochgezogen. Doch dahinter explodieren die Farben, lebendig, fast brennend. Rot und Orange sickern in den Schnee. Die eisige Luft vermischt sich mit einer bedrohlichen Hitze. Hier beschwört Saro ein Paradoxon herauf: Der Berg verschwindet, verschluckt von einem treibenden Klima. Die Jahreszeiten halten an, aber wie lange noch?

    Der Künstler spielt mit Kontrasten. Ordnung und Chaos. Die Strenge des Mosaiks und die Lebendigkeit des Bildes. Seine Arbeit erinnert an die hypnotische Wiederholung der Pop-Art, die anarchische Begeisterung der Straßenkunst und die zersplitterte Erzählung einer zersplitterten Welt. Es verwischt die Grenzen und erzwingt eine doppelte Lesart: Illusion von Porträts oder ökologisches Manifest?

    Wir verlieren uns in den Details. Ein bekanntes Logo, Typografie aus einer anderen Zeit, ein Gesicht, das aus der Ecke eines Plakats hervortritt. Das Werk führt Dialoge, fordert heraus und provoziert. Jeder wählt einen Hinweis, eine Emotion. Saros Kunst ist nicht statisch. Es entfaltet sich und setzt sich neu zusammen, wenn sich der Blick ändert. Wie ein zerbrochener Spiegel unserer Zeit spiegelt es sowohl die Schönheit als auch den Schwindel einer Welt im Wandel wider.

    Und im Herzen dieses Mosaiks schwebt eine beharrliche Frage: Was wird von unseren Wintern übrig bleiben, wenn wir wegschauen?

    Textnachweis: ©Be on the Crest.
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