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Niki und sein Wandgemälde „Der David der Gipfel“
Historische Anlage und Denkmal, Historisches Erbe, Freske/Malerei, Streetart
Um Crest-Voland
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Ein farbenfrohes Fresko, bei dem die Kunst den Berg vergrößert.
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Der Marmor ist dem Pulver gewichen. Michelangelos Meisterwerk David tauscht seine Schleuder gegen ein Paar Skier. Seine starre Unbeweglichkeit wird zum Momentum: Hier in Crest-Voland verkörpert er eine neue Legende, die des alpinen Skifahrers, zwischen Kraft und Lässigkeit, Erbe und Neuerfindung.
Sein Blick bleibt jedoch unverändert. Bestimmt. Eroberer. Der Ehrgeiz ist in die Gesichtszüge eingraviert, das Abenteuer auf der Oberfläche der Muskeln. Doch seine Welt wurde auf den Kopf...Der Marmor ist dem Pulver gewichen. Michelangelos Meisterwerk David tauscht seine Schleuder gegen ein Paar Skier. Seine starre Unbeweglichkeit wird zum Momentum: Hier in Crest-Voland verkörpert er eine neue Legende, die des alpinen Skifahrers, zwischen Kraft und Lässigkeit, Erbe und Neuerfindung.
Sein Blick bleibt jedoch unverändert. Bestimmt. Eroberer. Der Ehrgeiz ist in die Gesichtszüge eingraviert, das Abenteuer auf der Oberfläche der Muskeln. Doch seine Welt wurde auf den Kopf gestellt. Ihr uraltes Haar verschwindet unter einer elektrischen Kappe, ihre Schultern verschmelzen mit einer hellen Jacke, in der Popsymbole und Bergreferenzen verschmelzen. Eine hybride Identität, bei der das Klassische transformiert wird und mit der urbanen Kultur flirtet. Bis ins kleinste Detail: Sein Ski ruht auf seiner Schulter, ein ironisches Echo der Waffe, die er einst schwang.
Die Künstlerin Niki Zsurikova ist eine leidenschaftliche Anhängerin der bildenden Künste und gestaltet ihre Bildsprache an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen, wobei sie sich durch die Kunst der Zerstreuung auszeichnet. Es versetzt die Figuren der Renaissance in eine urbane Vorstellungswelt voller Farbe und Energie. Kunstgeschichte trifft auf die Straße, das Heilige erhält einen Hauch von Respektlosigkeit.
Sein Fresko vibriert durch diesen Zusammenprall der Epochen. Tags explodieren im Hintergrund und kratzen an der Strenge der Michelangelo-Anatomie. Wo Marmor Beständigkeit suggeriert, drängt Graffiti seine Prekarität auf: ein flüchtiges Werk, das der Abnutzung und Neuinterpretation unterliegt. Uralte Monochromie kollidiert mit der lebendigen Palette der Straßenkunst und vermittelt den Puls der modernen Welt – ihre Energie, ihre Geschwindigkeit. Jahrhunderte überlappen sich und die Grenzen der Zeit verschwimmen.
Hinter David wacht der Mont Blanc. Unveränderlich. Ein Symbol der Ewigkeit im Gegensatz zur Augenblicklichkeit der Straßenkunst, zwischen Beständigkeit und Auslöschung. Er ist mehr als ein biblischer Held, er ist heute eine moderne Ikone, der Archetyp des alpinen Skifahrers, zwischen Eroberung und Leichtigkeit, zwischen Stärke und Spiel.
So geht es David. Er fährt Ski, er bewegt sich vorwärts und überwindet die Zeitalter. Die Kunst hört nie auf. Auch wenn die Zukunft zögert, hinterlässt sie eine Spur, eine eingravierte Erinnerung. Wie eine Spur im Schnee, die nicht verschwinden will.
Textnachweis: ©Be on the Crest.
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