
Gaëtan Olias und sein Fresko „Ein schwebender Moment“
Historische Anlage und Denkmal, Historisches Erbe, Freske/Malerei, Streetart
Um Saint-Nicolas-la-Chapelle
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Kommen Sie und halten Sie die Zeit an, während Sie das Fresko von Gaëtan Olias mit Blick auf den Mont Blanc oberhalb des Dorfes St. Nicolas la Chapelle bewundern. Setzen Sie sich, atmen Sie und lassen Sie sich von diesem Fresko zwischen Poesie und Harmonie mit der Natur mitreißen.
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In den Tälern des Val d'Arly steht ein Stausee, dessen Beton unter einem Fresko fast verschwunden ist. Er scheint mit der Landschaft verschmolzen zu sein, als hätte er immer darauf gewartet, von Gaëtan Olias' Werk zum Leben erweckt zu werden.
Der Blick gleitet über die runden Formen zweier sitzender Figuren, gehüllt in locker sitzende Kleidung. Ihre Haltung ist faszinierend: Ihre Arme berühren sich kaum, ihre Füße sind im Boden verankert, dem Augenblick hingegeben, ohne ihn festzuhalten....In den Tälern des Val d'Arly steht ein Stausee, dessen Beton unter einem Fresko fast verschwunden ist. Er scheint mit der Landschaft verschmolzen zu sein, als hätte er immer darauf gewartet, von Gaëtan Olias' Werk zum Leben erweckt zu werden.
Der Blick gleitet über die runden Formen zweier sitzender Figuren, gehüllt in locker sitzende Kleidung. Ihre Haltung ist faszinierend: Ihre Arme berühren sich kaum, ihre Füße sind im Boden verankert, dem Augenblick hingegeben, ohne ihn festzuhalten. Ihre Schlichtheit ist beeindruckend – kaum skizzierte Gesichter, auf das Wesentliche reduzierte Gesten – und verleiht ihrer Präsenz eine beunruhigende Universalität. Sie bewegen sich nicht, sie warten. Sie bewohnen den Raum, ohne ihn zu erobern, doch ihre Präsenz ist unverkennbar, fast magnetisch. Wer sind sie? Was betrachten sie?
Weder ganz realistisch noch ganz abstrakt, existieren diese Figuren an der Grenze zwischen Greifbarem und Symbolischem. Hier verankert der Künstler eine seiner wiederkehrenden Figuren: die Nazes, Silhouetten, die er von Wand zu Wand, von einer Stadt zur anderen ausbreitet. Flüchtige Spuren, wandernde Präsenzen, durchqueren sie Räume, ohne sich zu binden, und weben eine Gemeinschaft vertrauter und wohlwollender Wesen – ein roter Faden, der sein Werk charakterisiert. Es sind keine Porträts, sondern Spiegelbilder, Teile der Menschlichkeit, die dem Einzelnen entfliehen, um das Kollektiv zu berühren.
Die Umgebung spielt jedoch eine eigene Rolle. Dahinter erhebt sich der Wald in dunklen, fast grafischen, flachen Farbtönen, ausgeschnitten in ein nächtliches Blau, das an die blaue Stunde erinnert, jenen Moment zwischen Dämmerung und Dämmerung, wenn die Kontraste weicher werden. Er bildet einen Vorhang, der sie umhüllt und schützt. Weiter oben erhellt der runde Mond die Szene mit einem diskreten Licht, wie eine wohlwollende Präsenz. In dieser Einfachheit liegt eine stille Kraft. Gaëtan Olias versucht nicht zu beeindrucken; Er lässt das Fresko atmen, verankert sich im Ort, ohne ihn zu verzerren. Er spielt mit dem Raum, nimmt die Rundungen des Trägers auf und verwandelt den Beton in ein Fragment einer Geschichte.
Alles hier spricht von Stille und Verbundenheit: mit sich selbst, mit anderen, mit dem Berg. Gaëtan Olias öffnet einen Raum, in dem jeder seine eigene Geschichte erzählen kann. Die Kälte beißt ihnen in die Wangen, der Wind streicht durch die Tannen, und doch scheinen diese beiden Figuren unter ihren Kurven vor dem Lärm der Welt geschützt. Sie sprechen nicht, sie drücken nichts Konkretes aus, und doch erzählen sie alles. Ein Gefühl der Erwartung, eine stille Komplizenschaft, vielleicht einfach die Last der Stille, wenn wir gemeinsam über etwas Größeres als uns selbst nachdenken.
Textnachweis: ©Be on the Crest.
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