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Alan Ézur und seine „Göttin der Gipfel“
Historische Anlage und Denkmal, Historisches Erbe, Freske/Malerei, Streetart
Um Cohennoz
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Entdecken Sie Alan Ezurs Fresko in der Schneefabrik Darbelots in Cernix, ein Blick auf einen neuen Schneehorizont.
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Die Schneefabrik im Skigebiet Crest-Voland Cohennoz fügt sich in die Landschaft ein. Eine anonyme, funktionale Struktur. Ein Ort, den wir vergessen. Doch hier fällt etwas auf.
Aus einem eisigen Nebel taucht das Gesicht einer Frau auf. Vom Licht geformt, von der Kälte gemeißelt. Leise, kraftvoll. Sein Blick durchdringt den Horizont, jenseits des Sichtbaren. Seine Konturen lösen sich in einem dunstigen Hauch auf, einer zerbrechlichen und majestätischen Erscheinung.
Göttin der Gipfel,...Die Schneefabrik im Skigebiet Crest-Voland Cohennoz fügt sich in die Landschaft ein. Eine anonyme, funktionale Struktur. Ein Ort, den wir vergessen. Doch hier fällt etwas auf.
Aus einem eisigen Nebel taucht das Gesicht einer Frau auf. Vom Licht geformt, von der Kälte gemeißelt. Leise, kraftvoll. Sein Blick durchdringt den Horizont, jenseits des Sichtbaren. Seine Konturen lösen sich in einem dunstigen Hauch auf, einer zerbrechlichen und majestätischen Erscheinung.
Göttin der Gipfel, Wächterin der Höhe, sie wacht über uns. Zu seinen Füßen Unermesslichkeit. Der Berg, blendend, unbezwingbar. Vielleicht schon gedroht.
Klare Linien, scharfe Reliefs, flüchtige Schatten. Sie scheint in ihrer Pracht erstarrt zu sein. Intakt. Und doch ist diese Mauer nicht unbedeutend: Sie gehört zu diesem künstlichen Herzen, das den Winter verlängert, wenn die Natur zögert. Eine subtile Ironie. Ein vermeintliches Paradoxon.
Alan Ezur spielt mit dieser Spannung. Er malt nicht die Auslöschung der Landschaft. Er fängt den Moment davor ein, den Moment, in dem alles noch gilt. Eine brillante, kontrollierte Vision. Ewiger Schnee? Oder eine Fata Morgana, die sich aufzulösen droht?
Seine Arbeit oszilliert zwischen Hyperrealismus und Abstraktion. Unter der Präzision der Linie kommt die Bewegung des Graffiti zum Vorschein. Der Künstler, angetrieben vom Adrenalin der Einöde, behält diese rohe Intensität, diesen spontanen Rhythmus bei, den er von seinen ersten Schriftzügen geerbt hat. Es kombiniert fotografischen Realismus und urbane Grafik und vereint Instinkt und Meisterschaft, Spontaneität und Beständigkeit.
Seine weißen Linien durchziehen das Fresko und erzeugen den Effekt eines Buntglasfensters. Unser Blick wird gefiltert, wie durch ein Glasprisma. Ein zersplittertes Licht fragmentiert es und verleiht der Szene die Fremdartigkeit einer Vision zwischen zwei Welten, in der sich Faszination und Erstaunen vermischen. Der Berg hat noch nie so majestätisch ausgesehen. Auch nicht so verletzlich.
Die Arbeit von Alan Ezur gibt keine Antwort. Sie ruft. Es versetzt den Betrachter in eine Grenzsituation zwischen Bewunderung und Schwindel. Nicht angesichts dessen, was verschwinden könnte, sondern angesichts unseres unbändigen Wunsches, der Zeit Paroli zu bieten.
„Reagiere jetzt“, flüstert die Wand …
Textnachweis: ©Be on the Crest.
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